Aufgaben der Informationsethik

Aufgabe der Informationsethik ist es (1):

 

  • die Entwicklung moralischen Verhaltens im Informationsbereich zu beobachten und zu kritisieren,
  • nach der Entstehung der Strukturen und Machtverhältnisse zu fragen, die das Informationsverhalten bestimmen, 
  • Informationsmythen aufzudecken und zu kritisieren,
  • verdeckte Widersprüche der herrschenden Sprachnormierung offenzulegen,
  • die Entwicklung informationsethischer Fragestellungen zu beobachten.

 

 

Mit Informationsehtik reflektiert man z.B. ob es ethisch unzulässig oder konform mit ethischen Prinzipien ist, wenn (2):

 

  • mittels P2P-Technologie Millionen Menschen freizügig elektronische Musik oder Videos austauschen und dabei Rechtsansprüche vernachlässigen,
  • wenn der Zugriff zu Informationsobjekten fortschreitend durch technische Maßnahmen wie das Digital Rights Management verknappt wird,
  • Staaten beginnen, ihre Sicherheits- und damit Überwachungsinteressen in der Wertehierarchie als dominant gegenüber klassischen bürgerlichen wie das Recht auf Privatheit einzuschätzen.

 

Quellen:

(1) www.capurro.de/ethikskript/kap4.htm (14.04.2010)

(2) Kuhlen, R.: Informationsethik. In: Kuhlen, R. / Seeger, T. / Strauch, D. (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Band 1: Handbuch zur Einführung in die Informationswissenschaft und -praxis; 5. Auflage, K.G. Saur, München 2004, 61-71, S. 3 (14.04.2010)