Informationsproduktion

Die Teilbranche der Informationsproduktion

Stock unterscheidet „zwei Arten von Informationsproduzenten, solche, die Informationen selbst kreieren und solche die vorhandene Informationen aufarbeiten und geordnet zugänglich machen.“ Was diese Informationsproduzenten gemeinsam haben, ist dass sie gewinnorientiert handeln. Dies ist auch der elementare Unterschied im Vergleich zu den vielen nicht kommerziellen Informationsproduzenten. Diese erstellen auch Informationen, bieten diese aber kostenlos an.

Informationsproduzenten

Zu den Informationsproduzenten zählen die Ersteller von Marktstudien und Markt- und Branchenanalysen unabhängig davon ob die Informationen durch primäre oder durch sekundäre Erhebungen gewonnen werden. Informationsproduzenten die Informationen neu erschaffen sind z.B. die GfK Gruppe, ACNielsen oder TNS Infratest. Zu den Informationsproduzenten, die auf vorhandene Informationen zurückgreifen zählen z.B. Profound, Frost & Sullivan oder EuroMonitor.

Hinzuzählen kann man auch Produzenten von aller Art Textinformationen wie z.B. Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Herausgebern von Patentschriften, Gesetzen und Grundsatzurteilen, sowie nicht-textuelle Fakteninformationen, wie z.B.  Börsenkurse.

Produzenten von Nachweisinformationen

In dieser Kategorie werden die Hersteller von Nachweisinformationen über Literatur gezählt. Solche Produkte sind z.B. Nachweisdatenbanken. Diese verfügen in der Regel nicht über den Volltext eines Werkes, sondern verweisen lediglich auf dieses. Der Interessierte muss also das gesuchte Werk in einem weiteren Schritt in einer Volltextdatenbank, einer Bibliothek oder im Handel erwerben.

Quelle:

  1. Stock, W.G.: Informationswirtschaft. Oldenbourg: München 2000, S. 21-22