Datenverarbeitung

[englisch data processing] „Alle Prozesse, die typischerweise von Computern, Minicomputern und Mainframes in Rechenzentren durchgeführt werden. Dies können im weitesten Sinne Computeranwendungen in technisch-wissenschaftlichen und kaufmännisch-administrativen Aufgabengebieten sein. Die Datenverarbeitung schließt die Erfassung, Wandlung, Speicherung, Übertragung, Verarbeitung und Ausgabe mit ein.“ Die EDV – elektronische Datenverarbeitung – bezeichnet elektronisch gesteuerte Datenverarbeitungsanlagen mittels Hard- und Software. (1)

Dokumentenmanagement

Alle Arten von Dokumenten aus unterschiedlichen Quellen sollen unter organisatorischen Aspekten mit hardware- und softwaregestützten Methoden im Informationsmanagement integriert und dokumentiert werden. Dokumentenmanagementsysteme müssen also Daten aus unterschiedlicher Anwendungs- und Bürosoftware, sowie verschiedenen Abteilungen, organisieren. Es besteht dabei ein fließender Übergang zu Content- und Wissensmanagement-Systemen mit einer Konvergenz der Technologien. Solche Systeme haben die „Kostenreduktion, Optimierung der Geschäftsprozesse und Qualitätsverbesserung“ zum Ziel. (2)

Datenschutz und Datensicherheit

„Datenschutz und Datensicherheit thematisieren die sich aus den Bedingungen elektronischer Datenverarbeitung für den Schutz und die Sicherheit von Rechts- und Wirtschaftsgütern ergebenden Probleme und Lösungen: Des Schutzes und der Sicherheit bedürfen nicht nur personenbezogene Daten, sondern auch andere schützenswerte Daten wie beispielsweise Betriebs- und Geschäfts- oder Amtsgeheimnisse. Sichergestellt sein muß auch die Beweissicherheit von Daten in Anwendungen, Systemen und Betriebsabläufen. Schutz und Sicherheit von Daten wird von den unterschiedlichen Interessen der an ihrer Verarbeitung Beteiligten bzw. der von ihr Betroffenen beeinflußt. Dabei fällt dem Datenschutz der rechtliche und der Datensicherheit der technische Aspekt der Problemlösung zu.“ (3)

Data Mining

Der Begriff Data Mining beinhaltet verschiedene Technologien, die sich aus statistischen Modellen und Verfahren der künstlichen Intelligenz zusammensetzen. Mit deren Hilfe können Gesetzmäßigkeiten und Muster  erkannt, und entscheidungsrelevante Informationen aus Datenbanken extrahiert werden um z.B. Analysen und Prognosen von Verhaltensweisen und Trends zu erstellen. (4) Fortschrittliche Datenanalysemethoden können besonders in Branchen wie Banken, Versicherungen, Handel und Telekommunikationsunternehmen, die große Datenmengen über ihre Kunden besitzen, für Marketingzwecke genutzt werden. (5)

Datenvisualisierung

Informations-Visualisierungs-Techniken können, als Teil des Forschungsbereichs Data-Mining, helfen das Problem der Exploration großer Datenmengen zu lösen, indem sie zum Aufspüren von interessanten Informationen (Korrelationen, funktionale Abhängigkeiten und Ausnahmen, …) beitragen. „Die Grundidee der visuellen Datenexploration ist die geeignete Darstellung der Daten in visueller Form, die es dem Menschen erlauben, einen Einblick in die Struktur der Daten zu bekommen, Schlussfolgerungen aus den Daten zu ziehen sowie direkt mit den Daten zu interagieren.“ (6)

Quellen:

  1. itwissen.info – DV (Datenverarbeitung ) [Stand 2007-12-03]
  2. Kuhlen, R. / Seeger, T. / Strauch, D. (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Band 1., 5. Auflage. K. G. Saur Verlag: München 2004, S.339-342
  3. DuD – Datenschutz und Datensicherheit [Stand 2007-12-03]
  4. Forum Database Marketing & Data Mining [Stand 2007-12-03]
  5. Data Mining in der Praxis [Stand 2007-12-03]
  6. Kuhlen, R. / Seeger, T. / Strauch, D. (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Band 1., 5. Auflage. K. G. Saur Verlag: München 2004, S.363 und 369