Mensch-Computer Interaktion

„Die Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) ist die Interaktion der Systeme „Mensch“ und „Computer“ über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle. Konkret geht es um Design, Evaluierung und Implementierung interaktiver Computersysteme für den menschlichen Gebrauch.“ (1)

Die Mensch-Computer Interaktion umfasst:

  • Interpretation von Computer und Benutzerschnittstelle durch Nutzer
  • Eingabe durch Nutzer über Schnittstellen (Tastatur, Touchscreen, …)
  • Verarbeitung der Eingabe durch Computer
  • Ausgabe des Computersystems an Schnittstelle über Ausgabegerät (Monitor, Drucker, Lautsprecher, …)

Formen der Mensch-Computer Interaktion

Die Klassifizierung erfolgt nach Art der möglichen Benutzereingaben:

  • CUI : Character based / Command line User Interface (über Tastatur)
  • GUI : Graphical User Interface (über Zeigegeräte, wie Maus, Touchpad, …)
  • SUI : Speech based User Interface (über Mikrofon)
  • MUI : Mental User Interface (über Sensoren, die Gehirnstromaktivität abnehmen)

Die Schnittstelle soll dabei keine Barriere darstellen sondern Transparenz schaffen über die angezielten Informationen und Kommunikationsprozesse. Durch Nutzerbefragung, Expertenbeurteilung und Nutzungstests kann die Qualität überprüft werden.

Die folgenden drei Ansätze der MCI überlappen sich, stellen aber unterschiedliche Schwerpunkte auf Hardware, Software oder Inhaltsdarstellung:

Ergonomie: hat zum Ziel menschliche Aufgaben effektiv, effizient und ohne Beeinträchtigung der Gesundheit zu gestalten und beschäftigt sich dazu mit der Gestaltung von Geräten, Arbeitsplätzen sowie der Definition von Arbeitsaufgaben und deren Organisation.

Usability: Auch Software Ergonomie genannt, soll Gebrauchstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit gewährleisten. Dabei gilt, dass Usability kein Software-Merkmal ist, sondern von der kontextspezifischen Nutzung abhängt. Unter dem Begriff Barrierefreiheit wird die Usability für Menschen mit besonderen Anforderungen erforscht.

Screen Design: die „benutzer-, aufgaben- und mediengerechte Darstellung von Daten“ auf Bildschirmen, also die Gebrauchstauglichkeit des Designs, soll die effektive Nutzung von dargestelltem Inhalt sicherstellen. (2)

Quellen:

  1. Terminosaurus Rex: Mensch-Maschine-Interaktion [Stand 2007-12-03]
  2. Kuhlen, R. / Seeger, T. / Strauch, D. (Hrsg.): Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. Band 1., 5. Auflage. K. G. Saur Verlag: München 2004, S. 357-361